Hospizidee

Hospiz

(von lateinisch hospitium: Gastfreundschaft, Gast) heißt übersetzt Herberge. Im Mittelalter fanden dort Pilger und Kranke Schutz und Hilfe.

Die Hospizidee heute meint die Begleitung und Betreuung Sterbender und ihrer Angehörigen, also das Mitgehen durch die Phasen des Abschieds.

Menschen brauchen zum Leben und erst recht zum Sterben Bedingungen, die Ihnen Sicherheit, Hilfe und ein Gefühl des Angenommenseins gewähren.

Wunsch

Nach einer Umfrage wünschen sich 92 Prozent aller Sterbenden, zu Hause in der Geborgenheit der Familie ihre letzte Lebenszeit zu verbringen.

Der Sterbende möchte die Gelegenheit haben, sich von Angehörigen und Freunden verabschieden zu können.

Darüber hinaus wird der Wunsch geäußert, schmerzfrei zu sterben.

Wirklichkeit

Etwa 70% aller Menschen sterben im Krankenhaus, 20% in einem Alten- und Pflegeheim und nur einer von zehn in der gewohnten Umgebung. Viele alte Menschen haben keine Angehörigen mehr – oder diese wohnen an einem weit entfernten Ort. Bei anderen sind die wenigen Angehörigen, die den Sterbenden begleiten wollen, mit der regelmäßigen Betreuung überfordert. Auch sie brauchen zwischendurch Abstand, um die Aufgaben des Alltags zu bewältigen oder um einfach selber zur Ruhe zu kommen.

Hier beginnt der Auftrag der Hospizarbeit.